*Meine Milz-Autorität und die schwierigste Entscheidung meines Lebens*
Ich sitze hier in meiner Jurte auf dem Bauernhof und spüre diese vertraute Anspannung im Bauch. Morgen habe ich wieder einen Arzttermin. Seit Wochen bin ich vom Schulbus-Job krankgeschrieben – 100%. Und zum ersten Mal seit Jahren spüre ich, wie sich der Druck von meinen Schultern löst.
Mein Körper hat längst entschieden. Jede Fahrt ist mit Schmerzen verbunden. Jeder Morgen im Bus fühlt sich an wie ein Verrat an mir selbst. Meine Milz-Autorität – diese spontane, körperliche Weisheit, die uns Projektorinnen leitet – schreit förmlich: **NEIN. SCHLUSS. GENUG.**
Aber da ist noch etwas anderes: die nackte Angst vor der sicheren Unsicherheit.
Das Projektorin-Dilemma:
Körperweisheit vs. Existenzangst
Als 6/2 Projektorin mit Milz-Autorität kenne ich die Theorie in- und auswendig. Ich weiß, dass mein Körper mein zuverlässigster Wegweiser ist. Ich weiß, dass Projektorinnen nicht gegen ihre Natur kämpfen sollten. Ich weiß, dass die Phase 3 des 6er-Profils bedeutet, endlich authentisch zu werden.
Die Realität? Ich stehe alleine vor dieser Entscheidung. Weder mein Partner noch sonst jemand versteht wirklich, was auf dem Spiel steht. Sie sehen nur: „Du kannst doch nicht einfach kündigen!“
Aber sie spürte nicht, was ich spüre. Sie leben nicht in meinem Körper, der jeden Tag deutlicher NEIN sagt.
Was mir die Massage-Einsicht gezeigt hat
Letzte Woche war ich zur Massage. Im Gegensatz zu einer unsanften Behandlung war diese lösend, heilend. Während ihre Hände arbeiteten, kam mir plötzlich mein Tor 36 in den Sinn – das Tor der Krisenerfahrung.
*Jede Krise hat ihren Sinn, auch wenn man es erst hinterher versteht.*
Diese Erkenntnis traf mich wie ein Blitz: Vielleicht ist diese körperliche „Rebellion“ gegen den Job nicht mein Versagen, sondern meine Weisheit. Vielleicht führt mich mein Körper genau dorthin, wo ich hingehöre.
Nach der Massage spüre ich zum ersten Mal seit Monaten diese „spezielle Weichheit“ – ein Gefühl, das sich einstellt, wenn ich endlich auf meinen Körper höre statt gegen ihn anzukämpfen.
Die Koabhängigkeits-Erkenntnis
In den letzten Wochen ohne Schulbus-Stress wurde mir noch etwas anderes klar: Wie tief ich in Coabhängigkeit verstrickt bin. Ständig für andere da sein – für die Tiere, für die Familie, für den Hof. Unentgeltlich, über Jahre hinweg.
Aber als undefinierte Projektorin sauge ich die Energien und Erwartungen anderer auf wie ein Schwamm. Ich gebe und gebe, bis ich ausgelaugt bin. Und dann wundere ich mich, warum mein Körper streikt.
Was jetzt?
Ich stehe vor der Entscheidung meines Lebens. Meine Milz-Autorität ist glasklar. Mein Körper hat sich entschieden. Aber die praktische Seite von mir fragt: „Wie soll das finanziell funktionieren?“
Vielleicht ist das genau das Thema: Als Projektorin zu lernen, dass ich nicht alles alleine lösen muss. Dass Vertrauen in meine Autorität bedeutet auch, Vertrauen zu haben, dass sich Wege zeigen.
Der Bauernhof ist seit 13 Jahren mein Zuhause. Nie hatte ich Heimweh. Das ist meine sichere Basis für alle Veränderungen. Von hier aus kann ich neu beginnen – authentisch, körperbewusst, in meiner wahren Projektorin-Kraft.
An alle Projektorinnen da draußen
Falls du das liest und selbst vor einer unmöglichen Entscheidung stehst: Du bist nicht allein. Unser Körper lügt nicht. Unsere Milz-Autorität ist nicht unser Feind – sie ist unser größter Verbündeter.
Die Angst vor der Unsicherheit ist real. Aber die Angst vor dem Verrat an uns selbst sollte größer sein.
Ich weiß noch nicht, wie es ausgeht. Aber ich weiß, dass ich zum ersten Mal seit Jahren wieder auf dem richtigen Weg bin.
*Wie stehst du zu deiner Körperweisheit? Schreib mir – ich würde gerne deine Geschichte hören.*
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*Claudia lebt als 6/2 Projektorin auf einem Bauernhof und begleitet andere auf ihrem Weg zu authentischem Human Design-Leben.
Mehr von ihr auf ( https://projektorin.ch )